Das war es! Was so großartig vor sieben Jahren begann, ist nun zu Ende. Die „Wall Partie“, geschaffen um die Saarlouiser Ortsteile enger zusammen zu führen, wird es nicht mehr geben. Die „Stadt“ muss sparen. Auch bei den Veranstaltungen.

Und da hat man nachgezählt, wo die wenigsten Besucher und
Zuschauer sind. Hierzu gehörte die Wall Partie, gemessen an dem Aufwand, der für die Durchführung notwendig ist. Zwar hört man nur sehr gutes über die Spiele und ihre Umsetzung durch den NBS (Neuer Betriebshof). Männer wie H.W. Strauß (Planung) und Rudi Gier (Ausführung) mit ihren Team’s sind
lobend zu erwähnen. Für Beide waren es die letzten Spiele, denn im nächsten Jahr sind sie in ihrem verdienten Ruhestand.
Und nun zu den letzten Spielen. H.W. Strauß hatte auf vier bewährte „Spaßspiele“ zurückgegriffen, die man gemütlich an einem Nachmittag bewältigen konnte.
Es begann mit einem ehemaligen Rodener Spiel, das da „Spatzenschieben“ hieß. 50 Tennisbälle mussten durch einen Feuerwehrschlauch transportiert werden. Hier zeigte die Damenmannschaft
aus der Innenstadt ihr Geschick und Können.

Beim zweiten Spiel, „Der Lauf zum Turm“, mussten sieben Teilnehmer eine Wegstrecke mit zwei Eimer Wasser, die nur auf ganz bestimmte Kisten stehen durften, über schwankende Bierkästen zurück legen und etwas später einen Turm von unten nach oben bauen, auf dem ganz oben ein Wassereimer stand. Das verbliebene Wasser wurde gemessen. Dann kam noch die Zeit hinzu und danach wurden die Punkte vergeben.
Das dritte Spiel „Für Stadtteile unbequem“, ein Spiel vergleichbar mit dem Klassiker „Die Reise nach Jerusalem“ war vor allem für die Zuschauer recht lustig. Je drei Teilnehmer aus einem Stadtteil ergaben die 21 Personen, die im Innenraum rückwärts gehend zu der Musik sich bewegten und bei deren aufhören die an der Außenkante stehenden Sitzgelegenheiten aufsuchen mussten. Das war nicht immer angenehm, da die Stühle und Wannen mit Wasser gefüllt waren. Von den letzten vier verbleibenden Personen waren drei aus Roden, die es aber nicht schafften, Neuforweiler zu besiegen. Das Spiel vier, hieß
„Gut Rutsch“. Es war ein Kegelspiel über eine mit Seifenlauge eingesprühte Folie. Am Ende standen Pappfiguren, die umgestoßen werden mussten. Wenn man bis dahin kam! Als Kugel
fungierte ein Mensch, der von vier Kameraden „abgeworfen“ wurde. Es gab lustige Techniken zu sehen. Wie im letzten Jahr erreichte Roden mit einer noch nie dagewesene Punktzahl von insgesamt 50 Zählern den Sieg. Aber dann wurden aus allen Stadtteilen für das letzte Spiel je ein Teilnehmer ausgewählt, so
das man sieben „bunt gemischte Mannschaften“ hatte. Sie mussten im letzten Spiel nach einer Runde Sackhüpfen auf einer Sänfte einen Kollegen oder Kollegin um den Parcours tragen.
Am Ende hatten dann alle Mannschaften 50 Punkte (wie Roden) und wurden somit zu Gewinnern der Wall Partie 2015 erklärt. Bei der Siegerehrung dankte der Oberbürgermeister Roland Henz allen beteiligten und er war bemüht niemanden zu vergessen. Einen besonderen dank richtete er an Hans Werner Strauß , Moderator und Mitinitiator der Wall Partie. Er hatte sich heute mit viel spaß und Gemeinschaftsgefühl gebührend verabschiedet, sagte Henz.
Der Siegerpokal, der dreimal von Roden gewonnen wurde, geht ins Rathaus und soll dort einen guten Platz finden, versprach Oberbürgermeister Roland Henz.

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