Drei Jahre nach der letzten Pflegereform sind viele Leistungen noch nicht bekannt.

Im Jahr 2017 trat die letzte Pflegereform in Kraft. Doch viele Angebote der Pflegekassen sind den Betroffenen gar nicht bekannt oder werden einfach nicht genutzt. Dazu Zählt zum Beispiel der monatliche Entlastungsbetrag von 125 Euro, nach Angaben der Techniker Krankenkasse nutzen nur 59 Prozent diesen Betrag, dies bedeutet vier von zehn Betroffenen verzichten damit auf diese finanzielle Unterstützung.

Zum Leistungsumfang gehärt alles, was zur Begleitung, Beschäftigung und Entlastung der betroffenen Menschen zählt. Hauswirtschaftliche Hilfestellung steht dabei im Fokus, da hier bei den Menschen zuhause der größte Bedarf ist: Hilfestellung in der hauswirtschaftlichen Versorgung, Einkaufshilfe und Besorgung/Lagerung der Einkäufe, Kochen, derAbwasch oder das Zimmer in Ordnung halten, Wäsche waschen oder die Pflege der Zimmerpflanzen.

Dabei steht das Geld allen Pflegebedürftigen von 1 bis 5 mit einem Pflegegrad zu, die zu Hause versorgt werden. Davon kann immer Betreuungspersonal oder eine Haushaltshilfe engagiert werden, wobei die Pflegekasse direkt mit dem Anbieter abrechnet. Eine Anlaufstelle zur Beratung ist der Pflegestützpunkt oder ein nach dem Saarländischem Landesrecht qualifiziertes Unternehmen.