Fraulautern, Roden und Steinrausch atmen auf

Wäre es nach den Plänen des Verkehrsministeriums in Saarbrücken gegangen, dann wäre eine noch mächtigere Brücke als sie jetzt schon besteht mitten im Zentrum von Fraulautern entstanden. Das hätte Fraulautern auf Jahrzehnte geteilt. Und hätte außerdem dazu geführt, dass enormer zusätzlicher Verkehr über den Steinrausch und durch Roden gekommen wäre. Neben diesen dauerhaften zusätzlichen Verkehrs durch Roden, Fraulautern und Steinrausch hätte es vor allem während der vierjährigen Bauzeit enorme Belastungen für die Bürger der drei Orte gegeben. So wäre zum Beispiel mitten durch den Ortskern von Roden jeden Tag über 15.000 Autos gefahren. Das hätte also nach den Plänen der SPD bedeutet, dass man praktisch über eine Zeit von vier Jahre einfach mal eine weitere Bundesstraße durch den Ortskern von Roden geführt hätte.

Wegen des massiven Drucks der CDU zusammen mit den Bürgern der betroffenen Orte und der Stadt wurden die Pläne nun endlich fallen gelassen.

„Politik ist das Bohren dicker Bretter. Wir sind froh, dass sich unser gemeinsamer Einsatz mit der Stadt und den Bürgern von Fraulautern auszahlt“, erklären die beiden Saarlouiser Landtagsabgeordneten Marc Speicher und Raphael Schäfer, die sich als zuständige Abgeordnete in Saarbrücken gegen den voreiligen Neubau einer noch mächtigeren Brücken im Ortskern von Fraulautern eingesetzt haben. 
„Im zuständigen Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr haben wir die Planungen des Verlehrsministeriums und den Landesbetriebes für Straßenbau immer wieder zum Thema gemacht und deutlich kritisiert. Es waren harte Verhandlungen und Auseinandersetzungen notwendig, um die Planungen zu stoppen. Entscheidend ist, dass durch die Ertüchtigung des bestehenden Brückenbauwerkes 99 in Fraulautern, an der Schnittstelle der Bundesstraßen 51 und 405, Zeit gekauft wird, um die Zeit bis zum Bau des Ostrings zu überbrücken“, so die beiden Abgeordneten Speicher und Schäfer.  

Die Planungen des Verkehrsministeriums sowie des Landesbetriebs für Straßenbau wurden seitens dieser Stellen weit vorangetrieben. Es fanden nach Jahren der Planungen auch bereits Bürgerinformationsveranstaltungen statt. Erst nachdem sich der Ausschuss im Saarbrücker Landtag auf Initiative von Speicher und Schäfer mehrfach mit dem Thema befasste und kontrovers mit Ministerium und LfS auseinandersetze kam Bewegung in die Sache und nun schließlich der Stopp der Neubauplanungen. Das durch den Rat dann auf Initiative von CDU, Grünen und FDP angestoßene Zweitgutachten brachte jetzt den gewünschten Erfolg. 

„Wir begrüßen, dass sowohl das Verkehrsministerium als auch der Landesbetrieb für Straßenbau ihre alten Pläne nun gestoppt haben. Wir sind zusammen mit den Bürgern von Fraulautern, Hülzweiler, Ensdorf, Steinrausch und Roden froh, dass nun doch das geht, was bis vor wenigen Monaten als unmöglich abgestritten worden ist. Dadurch hat Fraulautern – auch als Fördergebiet Soziale Stadt – die notwendige Planungssicherheit und Entwicklungspotential für die nächsten Jahren. Dies erhöht die Lebensqualität für über 20.000 Einwohner nachhaltig und schützt den Einzelhandel im gesamten Raum Saarlouis“, so die beiden Saarlouiser Abgeordneten.